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ESD-Forum

ESD Messtechnik und Dokumentation

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Letzter Beitrag
Gast

Gast
30 Beiträge
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Ort:
-
01.06.2012 07:37

Messtechnik Ionisation auf Gestell

Hallo,
ich habe aktuell ein Problem mit einem stationären Ionisator mit Druckluft angetrieben.
Das Ganze ist auf einem Gestell aus eloxierten Alu-Profilen montiert.
Der Arbeitsbereich selbst ist mit Blechen verkleidet. Die Schnittkanten der Profilenden sind zT im Spalt sichtbar, ebenso sind Schrauben im Arbeitsbereich sichtbar, alles hart geerdet. Das Gestell selbst hat Ableitwiderstände im Bereich von 10E8 Ohm. Die ESDS-Bauteile werden nur zur Entladung in den Arbeitsbereich gehalten und dann verpackt. Eine Ablage der Bauteile ist nicht vorgesehen.

Folgende Pukte machen mich unsicher:

- Die Beschichtung der Bleche ist unregelmäßig, Werte 10E4 Ohm bis 10E12 Ohm

- Was ist mit den Schnittkanten und den Schrauben

- Das Gestell selbst ist hart mit dem PE-Anschluss der Steuerung/Ioniosatoren verbunden, die Steuerung hat einen Schuko-Stecker
(Personensicherheit) zur Spannungsversorgung.


Nach welcher Norm muß ich das Gestell prüfen, gilt hier das MM aus der DIN EN 61340-3-2 (die ich momentan noch nicht zur Verfügung habe)?

Muß ich an den Blechen die Werte von max 1E9 Ohm einhalten?

Die Ionisator-Prüfung mit Charge-Plate-Monitor ist mir bekannt.

Für ihre Hilfe wäre ich ihnen dankbar.




 
ESD-Coach

ESD-Coach
191 Beiträge
---
Ort:
WOR
Germany
01.06.2012 07:39

Re: Messtechnik Ionisation auf Gestell

Hallo,
gemäß Ihrer Beschreibung würde ich als grundlegende Norm die DIN EN 61340-5-1 und deren Grenzwerte vorschlagen.
Da es sich um einen Arbeitsplatz mit Arbeitsoberfläche handelt.
Der Grenzwert wäre Rgp kleiner 1 x 10E9 Ohm (1 GOHm) als Ableitwiderstand gegen PE zu messen.

Die Messwerte der Beschichtung hören sich sehr inhomogen an und ich würde die Bleche überarbeiten, z.B. mit selbstklebender ESD-Polyesterfolie überziehen (ca. 1 x 10E7 Ohm Oberflächenwiderstand). Sonst Gefahr von Potentialunterschieden.

Bzgl. Schnittkanten und Schrauben, wenn es hierbei zu einen leichtsinnigen bzw. einem möglichen Kontakt mit ESD-empfindlichen Baugruppen kommen kann, sollten diese auch überarbeitet werden.

Der Potentialausgleich zwischen Gestell und Ionisation ist gut.

Übrigens, die Methode der Entladung bevor Verpacken ist eine gute Lösung.
Achten Sie darauf:
- Der Weg zwischen Entladung und Verpackung sollte kurz sein
- Unnötige Bewegung der Baugruppen nach Entladung vermeiden
- Richtiges Verpackungsmaterial verwenden (z.B. Shieldingfolien)


Schöne Grüsse
vom ESD-Coach

Bei hilfreichen Beiträgen würden wir uns über ein Dankeschön freuen.

 

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